"Stärkste Wehr" 2011 am 19./20. August 2011

Rietel und Schmatzfeld gemeinsam Sieger 

 

Auch in diesem Jahr ist es dem Titelverteidiger nicht gelungen, seinen ersten Platz aus dem Vorjahr zu wiederholen. Gladau wurde von Rietzel und Schmatzfeld abgelöst. Insgesamt gingen 16 von 23 gemeldeten Mannschaften an den Start. 

Mit einem Novum endete am Sonnabend der neunte Wettbewerb „Stärkste Wehr“ in Schopsdorf. Das Team von Schmatzfeld aus dem Harz wurde aufgrund eines Regelverstoßes von der Jury bestraft und auf die gleiche Zeit des bis dahin Zweiten Rietzel gesetzt. Somit gab es erstmals zwei Sieger. Ortsbürgermeister und Moderator des Wettbewerbes Thomas Barz: „Beide Mannschaften erhalten nun einen speziellen Pokal nachgereicht, da es den Wanderpokal des Landrates ja nur einmal gibt.“
Neu geregelt werden musste auch die Bierkastenverteilung. „Die Rietzeler erhalten fünf Kästen und dazu einen Bowlingabend in einer Burger Lokalität. Die Schmatzfelder können sich noch über die acht Kästen Gerstensaft freuen“, erläuterte Daniel Jänisch, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Schopsdorf“. Die Reesdorfer fuhren mit drei Kästen Bier nach Hause und der entthronte Titelverteidiger aus Gladau erhielt von einer Versicherung als Trostpreis noch einen Grill.
Die Gastgeber hatten sich auch in diesem Jahr wieder drei Änderungen für den Hindernisparcours einfallen lassen. So musste diesmal das Schrottauto nicht umgekippt, sondern eine Runde mit einem Fahrer darin geschoben werden. Außerdem musste eine „menschliche Pyramide“ gestellt werden und in dieser Position 15 Sekunden verharrt werden. Für viele nicht ganz einfach. Zu guter Letzt galt es, einen Smiley zu malen. Dazu hatte ein Kamerad einen „Pinselhelm“ auf und die anderen hielten ihn in waagerechter Haltung, damit er auf einer Tafel malen konnte.
„Eigentlich ist heute ja so richtiges Badewetter“, stellte Thomas Barz fest. Trotzdem mussten alle Kameraden in ihrer persönlichen Schutzausrüstung den Wettkampf absolvieren. Im Ziel angekommen schnappten so die meisten erst einmal nach Luft, machten sich frei und tranken etwas.
Als einziges Team traten die Küseler mit zwei Frauen in ihrem Team an. Sie sorgten aber auch für die einzige Schrecksekunde des Wettbewerbes. Mathias Krüger war beim Hangeln über dem Wasserbecken von seinem Vordermann unglücklich mit dem Stiefel am Kinn getroffen worden, sah schwarz und stürzte ins Wasser. Die Kameraden reagierten ganz schnell und zogen ihn heraus, wo er wieder zu sich kam. Die Rettungssanitäter kontrollierten vorsichtshalber noch einmal seinen Blutdruck. Dann konnte „Matze“ unter dem Beifall des Publikums unversehrt ins Ziel laufen. Unterdessen hatten seine Kameraden den Wettkampf zu Ende gebracht und wurden noch mit dem 14. Platz belohnt.
Eigentlich wollten die Rothenuffelner aus Minden (Nordrhein-Westfalen), sie hatten mit 270 Kilometern die weiteste Anreise, ihren letzten Platz aus dem Vorjahr verbessern. Und so gingen sie mit dem Motto „Es geht darum, vor Einbruch der Dunkelheit im Ziel zu sein“ an den Start. Ganz so schlimm wurde es dann nicht, aber der letzte Platz gehörte auch in diesem Jahr wieder ihnen. Trotzdem zeigten sie sich zufrieden: „Wir sind immerhin Landesmeister von Nordrhein-Westfalen geworden.“ Im nächsten Jahr werden sie einen neuen Versuch starten, die „rote Laterne“ abzugeben.
Die „Harzer Jung“ aus Schmatzfeld, Vorjahreszweiter, reisten mit einem Teil des Teams bereits am Freitagabend an. Daniel Jänisch: „Sie hatten sich spontan entschlossen, früher zu uns zu kommen.“ Das Problem dabei war nur, dass sie keinen Zeltplatz im Vorfeld beantragt hatten. Kein Problem für die Harzer. Sie wollten im Auto übernachten. Dies kam für Daniel Jänisch aber nicht in Frage. Und so hatten die Rothenuffelner noch ein Zelt übrig und die Gastgeber noch ein paar Feldbetten. „Mein Dank geht noch einmal an die Rothenuffelner für ihre spontane Hilfsbereitschaft“, so Daniel Jänisch. Über die kurzfristigen Absagen von sieben Feuerwehren war niemand erfreut. Wurde damit doch eine weitere Chance für einen neuen Teilnehmerrekord verpasst. Daniel Jänisch: „Die Wehren bekamen aufgrund von Arbeit und Krankheit ihre Mannschaften nicht voll oder hatten wie Denkershausen im eigenen Ort ein Sportfest.“
Die Tucheimer Wehr holte sich mit dem Magdeburgerforther Ortswehrleiter Andreas Hübe kurzfristig den erforderlichen sechsten Mann in ihr Team, um starten zu können. Damit stellte sich die Frage, was passiert mit dem Wanderpokal, wenn dieses Team gewinnen sollte. Dann hätte Magdeburgerforth den Pokal zum dritten Mal und könnte ihn behalten. Für die Jury stand diese Frage aber nicht, da das Team unter Tucheim an den Start ging. Aber mit Nachbarschaftshilfe aus Magdeburgerforth reichte es zum fünften Platz.
Die Schopsdorfer stellten in diesem Jahr den originellsten Fanclub. Sie feuerten ihre Mannschaft als Rothäute an. Vor dem Start überreichten die Schopsdorfer Indianer Ortswehrleiter Dirk Schwarzlose einen Talismann, der Glück bringen sollte. Der Fanclub darf sich nun über eine Kanufahrt in Brandenburg freuen.

Quelle: Volksstimme, Bettina Schütze 22.08.2011

Rund um den Wettbewerb „Stärkste Wehr“ gab es am zurückliegenden Wochenende in Schopsdorf auch noch einiges anderes im Rahmenprogramm zu erleben. Schopsdorf

Der Verein „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Schopsdorf“ hatte auch für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Jung und Alt gesorgt. Die kleineren Besucher konnten sich auf einer großen Hüpfeburg austoben, Karussell fahren, Dosen- oder Pfeile werfen und Ponyreiten. Wer auf Schopsdorf einen Blick von oben werfen wollte, war beim großen Kran einer Abschleppfirma aus dem Industrie- und Gewerbegebiet genau richtig. Die Tanzgruppe „Dancing Girls“ aus Drewitz unter der Leitung von Conny Vietmeyer war mit zwei Gruppen nach Schopsdorf gekommen. Die kleinen Tanzmädchen durften sich über viel Beifall freuen. Beim „Hoppelhasen Hans“ und dem „Fliegerlied“ ging das Publikum toll mit. Comedy vom Feinsten versprach das Duo „René & Schenk“ aus Berlin. Und sie hielten auch, was sie versprachen. Unter Einbeziehung des Publikums wurde die Zeit bis zur Siegerehrung auf annehmliche Art und Weise gefüllt. So durfte Elke Braune sich auf dem „Bierstuhl“ ein Lied anhören und Ortswehrleiter Dirk Schwarzlose ging selbst unter die Sänger.

Quelle: Volksstimme, Bettina Schütze 25.08.2011

Platzierungen:

Platz 1: FF Rietzel (5:37,87 min.)
Platz 1: FF Schmatzfeld (5:37,87)
Platz 3: FF Reesdorf (5:49,53)
Platz 4: FF Gladau (5:55,88)
Platz 5: FF Tucheim (6:02,81)
Platz 6: FF Wollin (6:25,21)
Platz 7: FF Schopsdorf(6.46,94)
Platz 8: FF Loburg(6:54,66)
Platz 9: FF Straguth/Badewitz (7:05,34)
Platz 10: FF Hobeck(7:15,00)
Platz 11: FF Meitzendorf(8:09,53)
Platz 12: FF Stresow(8:16,56)
Platz 13: FF Dörnitz(8:30,37)
Platz 14: FF Küsel(9:23,69)
Platz 15: FF Zeddenick(9:51,53)
Platz 16: FF Rothenuffeln(10:56,97)

Dank Wolle aus Berlin könnt ihr hier ganz viele Foto´s vom Tage sehen.

Die Foto´s von unserem Paparazzi findet ihr in der Bildergalerie auf www.schopsdorf.de (für registrierte Nutzer)

Ein paar Schnappschüsse von der "Blaulicht"-Party

In diesem Jahr hat "Riezel-TV" unser Fest gefilmt. Der Film zeigt den ganzen Samstag und die Sams-tag-Abend-Party zzgl. einiger Bilder, die Dirk Schwarzlose an dem Wochenende "geknippst" hat.
Der Unkostenbeitrag für diesen Film beträgt 10,00 € und wird 1:1 an den Filmemacher weitergereicht. In ca. 3 Wochen soll er fertig sein. Wer diese Erinnerung zur Stärksten Wehr 2011 haben möchte, bitte kurze Bestellung per E-Mail unter info@ffw-schopsdorf.de .